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Jardins Surprises
Jardins Surprises
Die Gärten von Chaumont-sur-Loire zu Gast in Bingen am Rhein
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Übersicht
Von der Loire an den Rhein
Öffnungszeiten
15. Mai bis 3. Oktober 2011, täglich von 9.00 Uhr
bis zum Einbruch der Dunkelheit.
Ort
Hafenpark am Kulturufer Bingen,
Hafenstraße, 55411 Bingen am Rhein
Bingen präsentiert an seinem Kulturufer von Mai bis Oktober 2011 mit den »Jardins -surprises« ausgewählte Beispiele des renommierten -Gartenfestivals »Chaumont-sur-Loire« – Gärten der Zukunft, Gärten zum Staunen, Gärten als Erlebnis. Seit zwei Jahrzehnten veranstaltet das Schloss Chaumont-sur-Loire in Frankreich dieses viel beachtete Gartenfestival der besonderen Art: Gärtner, Landschaftsarchitekten und Kreative aus allen Bereichen werden eingeladen, Gärten der Zukunft zu gestalten. Im Jahr der Bundesgartenschau in Koblenz ist es gelungen, 10 Gartenbeispiele dieses »Festival des Jardins« von der Loire an den Rhein zu „verpflanzen“.
Unmittelbar am Binger Rheinufer, vor der traumhaften Szenerie des romantischen Mittelrheintals, erleben Sie Gartenkultur einmal anders. 10 geheimnisvolle Kabinette formieren sich da, wo 2008 Themengärten und Informa-tionspavillons die Landesgartenschaubesucher erfreuten. Jedes dieser Kabinette eröffnet eine neue kleine Gartenwelt, lädt zum Verweilen, Wundern und Staunen ein. Hier offenbart sich dem Besucher ein jeweils ganz eigener Mikrokosmos: die Gartenkünstler haben Themen wie „Körper und Seele“, „Farbengärten“ und „Geteilte Gärten“ aufgegriffen und in ihre eigene Formen-, Farb- und Pflanzensprache übersetzt – mehr Phantasie auf je 250 qm geht nicht. Mit Worten lässt sich der Eindruck nur unzureichend beschreiben, man muss sich hineinbegeben, in jeden Garten-Raum, sich einlassen auf neue Einsichten über gärtnerische Gestaltungsmöglichkeiten.
Ein Besuch in Bingen am Rhein lohnt immer – und 2011 ganz besonders: in zeitlicher und räumlicher Nachbarschaft findet zum zweiten Mal die Skulpturen-Triennale »Bingen 2011« statt. Unter dem Motto „Schönheit und Natur“ sind mehr als zwanzig Skulpturen und Installatio-nen zeitgenössischer Künstler zu sehen.
Eingebettet sind diese Veranstaltungen in das Kulturufer Bingen, die einmalige, neu geschaffene Rheinpromenade mit attraktiven Park-, Spiel- und Freizeitanlagen. Die Stadt Bingen und ihre Region bieten darüber hinaus eine unendliche Vielfalt abwechslungsreicher und kurzweiliger Freizeitbeschäftigungen.
Le rêve de Pantagruel
1. Le rêve de Pantagruel (Der Traum des Pantagruel)
In diesem Traum erscheinen die Düfte, Farben und Stimmungen eines gedeckten Tisches mit festlichen -Dekorationen und den Ritualen des Zusammenseins. Was Nahrung für den Körper ist, ist eine Blume im Traum. Der Tisch ist aufgehängt, das Tischtuch fliegt hinweg wie eine Wolke und die ganze Szene entwickelt sich in einem Raum, der zur Landschaft wird – ein magischer Ort, von dem man träumt und den man sich herbeisehnt.
Reflexions
2. Reflexions (Überlegungen)
Gleich unvollendeter Poesie öffnet dieser Garten den Blick auf ein Becken mit Wasserpflanzen. Eine Vielzahl von Spiegeln verursacht Reflexe und symbolisiert die Zer-gliederung der Landschaft – hervorgerufen durch den Menschen. Ein über dem Wasser errichteter Steg teilt diese Landschaft und eröffnet dem Besucher verschiedene Ansichten, die zum Träumen anregen.
JardiNez
3. JardiNez
»JardiNez« (Duftgarten, Nasengarten) vermischt die Hand-schrift des Gärtners mit dem Geruchssinn. Die Nase, Mittelpunkt dieses Gartens, fängt Düfte ein und verbindet Körper und Seele. In Zusammenarbeit mit dem »Nationalen Institut für Pflanzen in den Bereichen Parfum, -Medizin und Aromastoffe«, führt der Garten den Be-su-cher durch einen Duft- und Lernparcours. Man wird angeleitet, Pflanzen zu bestimmen und ihren medizinischen und aromatischen Wert zu erkennen.
Voir rouge
4. Voir rouge (Rot sehen)
Dieser Garten schwelgt in Rot: die Pflanzen, die leuchtenden Abdeckungen, die großen lackierten Steine, die Installationen, Videos oder Dioramen. Das Rot präsentiert sich vieldeutig: die Aufmerksamkeit, die Gefahr, die Macht und das Leben. Die Idee ist augenscheinlich: Überall lauert Gefahr, krankhafte Angst, aber nichts ist verloren, weil das Leben im Überfluss vorhanden ist – im Feuer der Pflanzen.
Le chou et la fougére
5. Le chou et la fougére (Der Romanesco und der Farn)
Dieser Garten spielt mit der Teilung in Natur- und Kulturlandschaft. Er zeigt das zerbrechliche Gefüge zwischen Wildnis und Zähmung. Der Besucher findet wertvolle Ideen zur Wiederverwertung von Wasser, zur Kompostbereitung und zur Umzäunung. Der Garten nimmt Bezug auf „gebrochene Pflanzenformen“, wobei die Formen ins Unendliche aufgespalten sind – magisch und wundervoll, wie die des Romanesco.
Du Noir de l’Eau au Blanc du Ciel
6. Du Noir de l’Eau au Blanc du Ciel (Vom Schwarz des Wassers zum Weiß des Himmels)
Dieser Garten ist eine Hommage an das Gemälde von Escher mit dem Titel »Ciel et eau« (Himmel und Wasser). Er nimmt Bezug mit poetischen zweifarbigen Wiesen, die sich Dank eines ausgeklügelten Pflanzplanes von Schwarz zu Weiß entwickeln.
Um den Garten herum aufgestellte Sessel erlauben es dem Besucher, in die langsamen und chromatischen Veränderungen einzutauchen.
Lessive en fleurs
7. Lessive en fleurs (Wäsche aus Blumen)
Im Rhythmus des Windes flattert eine Vielzahl von Kleidungsstücken in diesem lichtdurchfluteten Garten im Echo der Farben, die ihn lebendig machen. Eine wahrhafte Einladung an die Leichtigkeit und das einfache Vergnügen der Entspannung. Dieser Garten basiert darauf, dass die Farbe der Textilien von Färberpflanzen kommt. Der Hauptweg aus Muschelsand strukturiert die Parzelle und teilt sie in neun Abschnitte ein, die vom Eingang bis zum Zentrum eine fortschreitende Abstufung von Karmin zu Blau durchlaufen.
Le jardin mange-tête
8. Le jardin mange-tête (Der Kopfschmausgarten)
Der Garten regt zu einem individuellen Farbexperiment an. Farbfilter in Form von Kugeln erheben sich in Körperhöhe, damit Besucher ihren Kopf hineinlegen können. Damit der weiße Garten farbig wird, braucht er die Mitarbeit der Besucher. Indem die Besucher in Kosmonauten verwandelt werden, entführt jede Kugel in einen anderen Garten. Der Garten »Mange-Tête« ist ein Landschaftsexperiment „participio-chromatique.“
Jardin de coral
9. Jardin de coral (Korallengarten)
Dieser sehr strukturierte und farbenfreudige Garten ist eine Hommage an den Anthropologen Borislaw Malinowski. Er lädt dazu ein, sich ein Bild zu machen von einer melanesischen Gesellschaft und ihrem Verhalten zur Umwelt. In drei Teilbereichen wird die Bedeutung von Neuem und Vorhandenem aufgezeigt, genau wie die Gefährdung des Gleichgewichtes zwischen Natur- und Kulturlandschaft. Mit dem zentralen Totem und der langen Chrom-Bahn nimmt er den Besucher mit auf eine exotische, poetische und ungewöhnliche Reise.
La couleur des éléments
10. La couleur des éléments (Die Farbe der Elemente)
Die Funktion eines doppelten »mise en abyme« (Bild, das sich selbst enthält) erfüllend, folgt der Garten der Form der Parzelle mit einer strengen grafischen Anordnung. Sie betont die Leuchtkraft der Farbe Rot bei den Pflanzen und ihren Behältern, ebenso wie die Bewegung des Wassers, das entlang der Mäuerchen aus trockenem Stein plätschert. Der gesamte Garten, der den Himmel reflektiert und mit den Elementen spielt, kann von einem äußeren Rundweg betrachtet werden.
